Glutenfreie Ernährung

Der Begriff Gluten stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Leim. Sinngemäß wird es auch als Klebereiweiß bezeichnet, da es in Verbindung mit Wasser in einem Teig wie eine Art Kleber dafür sorgt, dass er elastisch bleibt und zusammenhält. Gluten besteht fast nur aus Protein und kommt in zahlreichen Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Gerste und Hafer vor. Glutenfreie Sorten sind zum Beispiel Mais, Hirse, Quinoa, Amaranth oder Teff. Man schätzt, dass einer von 100-200 Menschen in Deutschland an einer Unverträglichkeit leidet, die entweder angeboren ist oder möglicherweise durch Infektionen ausgelöst werden kann.

Leide ich unter einer Glutenunverträglichkeit?

Die Zöliakie oder auch einheimische Sprue kann sich durch vielerlei Symptome äußern. Da die Dünndarmschleimhaut bei einer Unverträglichkeit in Mitleidenschaft gezogen wird, sind vor allem Symptome im Magen-Darm-Bereich zu finden, wie z.B. Durchfall, Völlegefühl, Blähungen, Erbrechen oder Appetitlosigkeit. Ein Ungleichgewicht im Verdauungstrakt wirkt sich auch auf viele andere Bereiche des Körpers aus, sodass auch Müdigkeit, Nervosität, Depressionen, Antriebs- oder Kraftlosigkeit als Symptome auftreten können. Wer nach dem Verzehr glutenhaltiger Mahlzeiten Symptome an sich beobachten kann, sollte sich z.B. mit einem Bluttest auf Antikörper beim Arzt auf eine Unverträglichkeit untersuchen lassen. Wer in seiner unmittelbaren Verwandtschaft Fälle von Zöliakie entdeckt, sollte ebenfalls über eine Untersuchung nachdenken, auch wenn keine Symptome vorliegen.

Glutenfreie Lebensmittel

Wer von einer Unverträglichkeit betroffen ist, sieht sich häufig mit vermeintlich großen Einschränkungen konfrontiert, da viele Brot-, Müsli- und Nudelsorten und Backwaren zunächst vom Speiseplan gestrichen werden müssen. Dank vieler neuer Entwicklungen in der Lebensmittelbranche gibt es inzwischen jedoch glutenfreie Alternativen zu fast allen Nahrungsmitteln. In Bioläden, Reformhäusern, Onlineshops und Biosupermärkten werden entsprechende Alternativen aus Mais- oder Reismehl, Teff oder Buchweizen verkauft und häufig auch Rezepte angeboten. Eine durchgestrichene Ähre kennzeichnet die glutenfreien Lebensmittel, wobei sich ein genauer Blick auf die Zutatenliste trotzdem empfiehlt, falls man sich unsicher ist.

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